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„Denkmal“ nach!

2013-09-28 14.08.19

Seit wenigen Tagen steht es hinter dem Rathaus, am Marienhof. Nachdem es am Isartor nicht die rechte Beachtung fand, beschloss der Stadtrat seinen Umzug auf diesen prominenten Platz im Herzen Münchens. Die Rede ist vom Denkmal der grauen Busse. Geschaffen zur Erinnerung an die Opfer der Euthanasie im Nationalsozialismus, wandert es seit vielen Jahren durch die Republik um die Erinnerung an die Schrecken von damals wach zu halten.

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Nun, an seinem aktuellen Standort hat es scheinbar Beachtung gefunden. Doch ob diese Art der Aufmerksamkeit gewünscht war, lässt mich zweiflen. Wer sich auf eine der Bänke am Marienhof setzt und das Treiben rund um das Denkmal beobachtet, wird diese Bedenken teilen. Das Denkmal dient in den meisten Fällen als Kulisse für Fotos. Lachende und sich küssende Paare setzen sich auf den Betonbus um sich fotografieren zu lassen, Kinder toben ausgelassen durch den Mittelgang des Busses, währende deren Eltern das fröhliche Treiben mit ihren Smartphones festhalten.

Der Mühe die Erläuterungen zum Denkmal an der „Bushaltestelle“ zu lesen, haben sich scheinbar nur wenige gemacht. Ob sie dann wohl anders gehandelt hätten?

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Wohin bringt ihr uns?

Das Denkmal der grauen Busse steht noch bis 22.Oktober 2013 in München, im Anschluss wandert es weiter nach Kassel.

 

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