Tierische Gefährten, oder – Wie die Sozialarbeit auf den Hund kam!

Tierische Gefährten, oder – Wie die Sozialarbeit auf den Hund kam!

 Dass Hunde für soziale Kontakte sorgen, dürfte jedem Hundebesitzer bekannt sein. Dass diese Eigenschaft aber auch gezielt in der sozialtherapeutischen Arbeit zum Einsatz kommt, war mir neu.

Wie das funktioniert und welche Erfahrungen es gibt, darüber habe ich mich mit Wedigo von Wedel vom H-Team in München unterhalten.

Dieses Interview ist zusammen mit vielen weiteren Infos zum therapeutischen Einsatz von Tieren in der Münchner BISS Ausgabe 09/2016 erschienen.

Wedigo von Wedel, Pädagoge und Leiter der sozialen Hilfseinrichtung H-Team e.V. in München, kann diese Frage für sich eindeutig mit einem klarem Ja beantworten. Denn er setzt Hunde gezielt und mit großem Erfolg in seiner pädagogischen Arbeit ein.

Herr von Wedel, die Aussage, die Sozialtherapie sei auf den Hund gekommen, klingt provokativ. Was genau verstehen Sie denn darunter?

Weiterlesen

Bretter, die die Welt bedeuten

Bretter, die die Welt bedeuten

München ist die Stadt der Skateparks. 35 gibt es insgesamt. In der Hirschgarten-Bowl trifft sich die Szene.

Dieser Artikel erschien zuerst in der Printausgabe von BISS-München im Juli 2013

Wie ein gestrandetes Ufo liegt der Skatepark mit seiner gebogenen Lärmschutzwand aus grauem Beton zwischen Hirschgarten und S-Bahn-Stammstrecke. Innen, am Rand der „Bowls“, zweier tiefen Betonwannen, steht Tommy. Zu drei Vierteln ragt sein Skateboard über den Rand des Abgrunds. Mit dem linken Bein drückt er das hintere Ende seines Boards fest auf den Boden, konzentriert sich auf die bevorstehende Abfahrt. Dann zieht er sein rotes Basecap in die Stirn, setzt sein rechtes Bein nach vorne, verlagert das Körpergewicht in Richtung Abgrund und stürzt sich mit dem Board nahezu senkrecht nach unten.

Allein beim Zusehen wird einem mulmig: Wer schon mal im Schwimmbad auf dem 10-Meter-Brett stand und statt zu springen lieber wieder die Leiter nach unten geklettert wäre, kennt das Gefühl. Doch für Tommy bedeutet gerade dieser Nervenkitzel pures Vergnügen: Ein Grinsen im Gesicht rauscht er auf seinem Board nach wenigen Sekunden an der gegenüberliegenden Seite der Betonwanne wieder nach oben, dreht sich mitsamt des Bretts klackernd am Rand der Bowl um 180 Grad und rauscht wieder abwärts.

Weiterlesen